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Herzogenbuchsee

Abenteuer: Teenager werden "ausgesetzt" - vom 20. - 24. April unterwegs im Projekt "Heiwäg 3360"

Weit weg von zuhause werden am Mittwoch 32 Jugendliche ausgesetzt. Mit nur 33.60 Franken im Sack suchen sie zu Fuss den Heimweg nach Herzogenbuchsee.

Ganz auf sich selbst gestellt, ohne Handys und Verkehrs­mittel, versuchen sich die Jugendlichen durchzuschlagen. Der Rappenbetrag in ihrer mageren Reisekasse entspricht der Postleitzahl ihres Ziels: 3360 Herzogenbuchsee. Vier Tage haben sie Zeit, um den mindestens 80 Kilometer weiten Heimweg zurückzulegen. Zuerst müssen sie aber herausfinden, wo sie überhaupt sind: Die Teilnehmer werden mit verbundenen Augen an den Ausgangspunkt ihrer Expedition geführt. «Dafür rüsten wir sie mit Kompass und Karten aus», erklärt Jugendarbeiter Peter Schmid, der das Projekt der reformierten Kirche durchführt. Er kann sich gut vorstellen, dass es unterwegs zu Reibereien oder sogar Streit kommt. Die Jugendlichen werden in Gruppen eingeteilt und müssen ihre Entscheidungen gemeinsam treffen. «In dieser Situation nützt es ihnen nichts, wenn sie Freunde auf Facebook haben», so Schmid, «sie müssen mit den Leuten klarkommen, die sie um sich habe, und sich gegenseitig unterstützen.»

Der 17-jährige Pascal Burch freut sich auf das Abenteuer: «Ich wollte schon lange einmal unter freiem Himmel schlafen und bin gespannt, ob wir den Heimweg finden.» Die jüngsten Teilnehmer sind erst 13 Jahre alt. Sie werden deshalb von Erwachsenen begleitet, die aber nur im Notfall eingreifen.
Patrick Marbach, 20 Minuten online